Handy-Tipps für Einsteiger

Handys werden mittlerweile nicht nur zum Telefonieren und SMS-schreiben genutzt, sondern erfüllen darüber hinaus weitere Funktionen, wie die Internetnutzung und die Navigation. Dazu ist ein geeigneter Mobilfunktarif nötig, der das individuelle Nutzungsverhalten und die Bedürfnisse berücksichtigt. Generell besteht zum einen die Möglichkeit, einen Mobilfunkvertrag abzuschließen, oder auf eine Prepaidcard ohne vertragliche Bindung zurück zu greifen. Dies hat verschiedene Vor- und Nachteile, die im nachfolgenden Artikel erläutert werden.

Mobilfunkvertrag

Entscheiden Sie sich für einen Mobilfunkvertrag, so liegt die übliche Vertragslaufzeit bei 24 Monaten. Innerhalb dieser Zeit jedoch bei einigen Anbietern der Tarif - und damit die monatlichen Kosten - dem Nutzungsverhalten angepasst werden kann. Es gibt Pakettarife, in deren monatlicher Grundgebühr bereits eine festgelegte Anzahl von Gesprächsminuten und/oder Kurzmitteilungen enthalten sind. Bei Überschreiten des Inklusivvolumens fallen weitere Kosten an. Des weiteren stehen Tarife zur Auswahl, die kein Inklusivvolumen beinhalten, die sich jedoch in Abhängigkeit der Grundgebühr in den Kosten der einzelnen Minuten und SMS unterscheiden. Seit einiger Zeit sind noch so genannte Flatrate Tarife dazu gekommen, die bereits sämtliche Gespräche innerhalb des Betreibernetzes, des deutschen Festnetzes oder auch innerhalb aller deutschen Netze enthalten. Dort ist es ein Rechenexempel, ob das jeweilige Nutzungsverhalten den Grundpreis einer Flatrate rechtfertigt. Neu dazu gekommen sind Angebote mit so genanntem "Kostenairback", d.h. ab einem Gebührenaufkommen von z.B. 60 Euro fallen keine weiteren Kosten mehr an.

Prepaid-Karte

Statt eines Vertrages bietet sich insbesondere für die gelegentliche oder stark schwankende Nutzung der Kauf einer Prepaidkarte an. Dabei entstehen über eine einmalige Anschlussgebühr hinaus keinerlei monatliche Kosten. Günstige Minuten- und SMS-Preise sprechen für diese Lösung, allerdings wird kein subventioniertes Endgerät zur Verfügung gestellt.

Navigation mit dem Handy

Viele Nutzer wünschen sich ein Handy, das neben Telefonaten, Kurznachrichten und Internetnutzung auch Navigationsfunktionen beinhaltet. Der dafür nötige GPS-Empfänger wird bei den neueren Nokia-Geräten bereits in das Gerät integriert und ist mit einer geeigneten Software durchaus in der Lage, ein herkömmliches Navigationsgerät zu ersetzen. Bedenklich ist die relativ kleine Größe des Handydisplays, das eine konzentrierte Navigation erschwert und allenfalls für geübte Nutzer und mit Sprachunterstützung zu empfehlen ist. Ebenso kann die zum Teil kostenpflichtige Navigationssoftware den Preis eines zusätzlich zum Handy erworbenen, einfachen Standalone-Navigationsgerät übersteigen. Ein Lichtblick ist die zunehmend verfügbare Opensource-Software.

Trackspace fürs Fahrrad

Ein besonders gelungenes Beispiel für die kostenfreie GPS-unterstützte Fahrradnavigation ist das Programm Trackspace. Hier handelt es sich um die Kombination einer auf Java-basierten Handy-Anwendung und einem Social Community Portal, auf dem teilnehmende Nutzer ihre aufgezeichneten Strecken teilen und sich für gemeinsame Fahrten verabreden können. Einen Praxistest für die Software findet sich auf dem Gesundheits-Blog Kurse-Hannover, wo der lokale Stadtrundweg "Grüner Ring" mit Hilfe von Trackspace abgefahren wurde.

Fazit

Die kosteneffektive und nervenschonende Nutzung von Mobilfunktechnik erfordert eine intensive Beschäftigung sowohl mit Endgeräten, verfügbaren Providern, Tarifen und eine Analyse des eigenen Nutzungsverhaltens. Dies sollte regelmäßig geschehen, da viele Faktoren bereits innerhalb weniger Monate überholt sind.